Berechne die optimalen Längen für einen vertikalen Strahler mit abgestimmten Radials
Die Viertelwellen-Groundplane-Antenne ist eine omnidirektionale (rundstrahlende) Monopol-Antenne, die sich hervorragend für den VHF- und UHF-Bereich eignet. Sie ist mechanisch extrem einfach zu bauen – oft wird dafür eine SO-239 Einbaubuchse (UHF/PL) verwendet, an deren Mittelpin der Strahler und an deren Gehäuseecken die Radials gelötet werden (bekannt als M0UKD-Style).
Da ein einzelner Viertelwellen-Strahler eine „Gegenerde“ benötigt, um resonant zu sein, übernimmt das System aus typischerweise 4 Radials die Rolle der fehlenden Dipol-Hälfte. Sie bilden die künstliche Massefläche (engl. Ground Plane).
Die Skizze verdeutlicht den mechanischen Aufbau. Um eine Fußpunktimpedanz von nahe **50 Ohm** zu erreichen (passend für gängige Koaxialkabel), werden die Radials im Regelfall um **45 Grad nach unten abgewinkelt**.
Der Rechner von M0UKD nutzt die klassische Vereinfachung für elektromagnetische Wellen im freien Raum, rechnet diese in Millimeter um und bezieht den physikalischen Verkürzungsfaktor (K-Faktor) mit ein, der durch den Elementdurchmesser verursacht wird:
| Komponente / Winkel | Auswirkung auf das System |
|---|---|
| Flache Radials (0° / Horizontal) | Die Fußpunktimpedanz liegt bei nur etwa 36 Ohm. Das SWR an einem 50-Ohm-Kabel verschlechtert sich (ca. 1,4:1). |
| Abgewinkelte Radials (45°) | Zwingt die Impedanz hoch auf optimale **50 Ohm**. Das SWR erreicht im Resonanzpunkt perfekte 1,0:1. |
| Steile Radials (90° / Vertikal) | Die Antenne nähert sich einer koaxialen Dipolantenne an. Die Impedanz steigt auf ca. 73 Ohm. |
| Drahtstärken im Bau | Dickere Elemente (z. B. Schweißdrähte oder Aluminiumstäbe) verringern den K-Faktor minimal, erhöhen jedoch die nutzbare Bandbreite der Antenne deutlich. |